DIY-Laternen basteln für St. Martin – 5 süße Ideen mit Recyclingmaterial
Es gibt diese ganz besonderen Momente im Jahr, die sich tief ins Herz brennen, obwohl sie äußerlich ganz klein und unscheinbar wirken. Wenn es draußen langsam dunkler wird, die Luft feucht und klar riecht und Kinder mit dicken Jacken und glitzernden Augen Laternen durch die Straßen tragen – dann weißt du: Es ist wieder Sankt Martin. 🍂🕯️
Und falls du gerade überlegst, was für eine Laterne dein Kind dieses Jahr tragen soll – und wie du das bitte alles noch zwischen Arbeit, Wäschebergen und Abendbrot schaffen sollst – atme kurz durch. Es muss weder perfekt noch teuer noch Pinterest-ästhetisch aussehen. (Okay, ein bisschen Pinterest darf’s sein 😉).
In diesem Artikel zeige ich dir fünf wunderschöne Laternenideen aus Recyclingmaterial, die du ganz einfach mit deinen Kindern basteln kannst. Sie sind nachhaltig, günstig, kindgerecht – und machen unglaublich viel Spaß. Du brauchst keine Designer-Bastelboxen, sondern nur ein paar Alltagsgegenstände, ein bisschen Fantasie und Lust auf gemeinsames Chaos mit Glitzer, Farbe und Kakao.
Warum Recyclingmaterial beim Basteln so genial ist
Viele Eltern denken beim Basteln sofort an volle Bastelläden, lange Listen und teure Materialien. Aber die Wahrheit ist: Du hast schon alles, was du brauchst, zuhause.
Wenn du dich einmal umsiehst – in der Küche, im Bad, im Mülleimer (ja, wirklich!) – findest du lauter Dinge, die sich wunderbar zum Basteln eignen. Milchkartons, Klopapierrollen, Joghurtgläser, Eierkartons – lauter kleine Schätze, die sonst im Müll landen würden und jetzt neues Leben bekommen.
Kinder lieben es, aus etwas „Altem“ etwas Neues zu erschaffen. Es fördert ihre Fantasie, ihre Wertschätzung für Materialien und ihr Gefühl, dass Kreativität nichts mit Geld, sondern mit Ideen zu tun hat. Und für dich hat es den wunderbaren Nebeneffekt, dass du nichts Großes einkaufen musst – du kannst einfach loslegen.
💡 Tipp: Stell eine kleine „Bastel-Box“ zusammen, in der ihr über das Jahr hinweg Dinge sammelt: Papprollen, Bänder, Dosen, Gläser, leere Tetrapaks. Im November müsst ihr dann nur noch in eure Schatzkiste greifen – und schon startet das Familienprojekt.
Warum der Martinstag so viel Bedeutung hat
Vielleicht warst du selbst als Kind mit einer Laterne unterwegs – irgendwo zwischen Aufregung, Stolz und leichtem Frösteln. Du erinnerst dich vielleicht noch an das leise Rascheln der Jacken, an das Wachslicht, das im Wind flackerte, und an den Moment, wenn alle zusammen singen: „Ich geh mit meiner Laterne…“
Sankt Martin ist nicht einfach nur ein Tag im Kalender. Es ist ein Ritual, das Kinder (und ehrlich gesagt auch uns Erwachsene) daran erinnert, wie schön es ist, Licht zu teilen, Mitgefühl zu zeigen und Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Und genau das wird beim Basteln dieser Laternen spürbar: Wir schaffen gemeinsam etwas, das Wärme und Licht in die Dunkelheit bringt.
5 liebevolle Laternenideen aus Recyclingmaterial
Hier findest du fünf bewährte Bastelideen, die nicht nur schön aussehen, sondern jedes Jahr aufs Neue viral gehen – weil sie einfach machbar sind, kein teures Material brauchen und Kindern das Gefühl geben: Ich hab das ganz allein gemacht.
🦊 1. Tierlaternen aus Milchkartons – stabil, bunt und kinderleicht
Wenn du eine Laterne willst, die wirklich alles mitmacht – vom Regen über matschige Wege bis hin zu wilden Kinderhänden – dann nimm einen Milchkarton. Diese Laternen sind robust, leicht zu tragen und lassen sich in jedes Tier verwandeln, das dein Kind liebt.

🧰 Du brauchst:
- einen ausgespülten Milchkarton
- Cutter oder Schere
- Transparentpapier
- Bastelkleber
- Acrylfarbe oder Fingerfarbe
- Wackelaugen, Ohren, Pompons
- Laternenstab und Draht
✨ So geht’s:
Schneide den oberen Teil des Kartons ab, damit eine kleine Box entsteht. Dann schneidest du vorne und hinten jeweils ein großes Fenster hinein – ruhig mit abgerundeten Ecken, das sieht harmonischer aus. Diese Flächen beklebst du von innen mit Transparentpapier, zum Beispiel in Orange oder Gelb, damit das Licht schön warm scheint.
Jetzt darf dein Kind kreativ werden: male einen Fuchs, eine Eule, eine Katze – oder lass es einfach wild drauflos pinseln. Zum Schluss klebt ihr Ohren, Augen und eine kleine Nase auf, bohrt zwei Löcher oben für die Schnur, befestigt den Stab – und fertig ist euer tierischer Begleiter für den Umzug.
💡 Extra-Tipp: Wenn du die Laterne außen mit einem Hauch Speiseöl einreibst, glänzt sie wunderbar im Kerzenlicht und ist sogar leicht wasserabweisend.
🐔 2. Eierkarton-Laterne – kunterbunt und strahlend schön
Ich verspreche dir: Diese Laterne sieht komplizierter aus, als sie ist. Und sie sorgt jedes Jahr für „Wow“-Momente beim Laternenumzug, weil sie im Dunkeln aussieht wie eine leuchtende Girlande.

🧰 Du brauchst:
- 2 leere Eierkartons
- Bastelkleber oder Heißkleber
- Transparentpapier
- Acrylfarben
- Schere
- Draht und LED-Licht
✨ So geht’s:
Schneide die „Becher“ aus den Kartons heraus und mach in jeden ein kleines Loch. Beklebe die Innenseiten mit buntem Transparentpapier. Dann bemalt ihr jeden Becher unterschiedlich – mit Regenbogenfarben, Tupfen, Mustern oder Gesichtern. Danach klebt ihr die Becher ringförmig zusammen, sodass eine runde Laterne entsteht.
Wenn sie leuchtet, funkeln die Farben wie ein Kaleidoskop – jedes Kind, das sie sieht, will sie auch basteln.
Und du? Du kannst innerlich grinsen, weil du nur Eierkartons recycelt hast. 😄
🌿 3. Natur-Laterne aus Gläsern – ruhig, schön und nachhaltig
Diese Variante ist perfekt für Familien, die es etwas ruhiger mögen. Sie erinnert eher an eine kleine Zen-Lampe als an eine Kinderlaterne – und genau das macht sie so charmant.

🧰 Du brauchst:
- leere Marmeladengläser
- getrocknete Blätter, Gräser oder Blüten
- Transparentkleber (z. B. Mod Podge)
- Basteldraht
- LED-Teelicht
✨ So geht’s:
Sammelt beim nächsten Spaziergang gemeinsam Blätter in allen Farben, lasst sie zwei Tage zwischen Büchern trocknen, und dann beklebt ihr die Gläser außen mit den Blättern. Überzieht sie mit einer zweiten Schicht Kleber – so werden sie haltbarer und leicht glänzend. Ein Drahtgriff daran, ein kleines Licht hinein – fertig ist eure Natur-Laterne.
Diese Variante eignet sich auch super als Geschenk für Großeltern oder als Deko auf der Fensterbank.
💡 Tipp: Wenn du kleine Namensanhänger aus Holz oder Stoff dranhängst, sieht’s nicht nur hübsch aus, sondern hilft auch beim Umzug, dass jedes Kind seine Laterne wiederfindet.
🦋 4. Klopapierrollen-Tiere – perfekt für kleine Kinderhände
Diese Bastelidee funktioniert immer – vor allem mit kleineren Kindern, die es lieben, zu klecksen, zu kleben und zu kichern.

🧰 Du brauchst:
- leere Klopapierrollen
- Transparentpapier
- Schere, Kleber, Stifte
- Pfeifenreiniger oder Tonpapier für Flügel und Beine
- Wackelaugen
✨ So geht’s:
Schneidet kleine Fenster in die Rollen, beklebt sie von innen mit Transparentpapier und malt außen euer Wunschmotiv. Das können Schmetterlinge, Marienkäfer, Monster oder kleine Gespenster sein.
Dann klebt ihr Flügel, Fühler oder Beine aus buntem Papier dran, steckt ein LED-Licht hinein – und fertig ist die Mini-Laterne, die schon Kleinkinder stolz tragen können.
💡 Extraidee: Diese Laternen funktionieren auch super als Tischleuchten oder Kinderzimmerlicht – einfach ohne Stab, aber mit kleinem LED-Teelicht.
🌈 5. Wetterfeste Flaschenlaterne – perfekt für kleine Energiebündel
Für alle Eltern, deren Kinder beim Umzug lieber rennen als gehen (🙋♀️), ist die PET-Laterne ein Geschenk. Sie ist leicht, bruchsicher, windfest und sieht mit Sprühfarbe richtig stylisch aus.

🧰 Du brauchst:
- leere Plastikflasche
- Cutter
- Transparentpapier
- Sprühfarbe oder Acrylfarbe
- LED Laternenhalter, wie diesen*
✨ So geht’s:
Schneide den oberen Teil der Flasche ab, schneide Fenster hinein, beklebe sie von innen, male außen Muster oder Regenbögen und füge den Drahtgriff hinzu.
Das Beste: Diese Laterne überlebt locker mehrere Jahre, und du kannst sie jedes Jahr neu bemalen oder umgestalten.
💡 Ideen: Raketen, Drachen, Sterne, Einhörner – lass dein Kind entscheiden!
🧩 Bonusidee: Mini-Lichter im Glas für Geschwister oder Fensterbänke
Wenn du kleinere Kinder hast, die noch keine Laterne tragen können, bastle einfach kleine „Fensterlichter“ aus Babygläsern. Mit Transparentpapier, Servietten und Blättern entstehen winzige Lichtpunkte, die euer Zuhause in sanftes, warmes Licht tauchen.
Diese Mini-Laternen sind auch eine wunderschöne Beschäftigung, wenn Geschwister mitbasteln wollen und du sie liebevoll „beschäftigt“ halten möchtest.
Basteln als Bindungszeit
Viele Eltern unterschätzen, wie wertvoll solche Nachmittage sind.
Während ihr bastelt, redet ihr, lacht, plant und gestaltet.
Dein Kind übt Feinmotorik, Kreativität und Geduld – und du bekommst ganz nebenbei kleine Einblicke in seine Gedankenwelt.
Diese Momente, in denen ihr gemeinsam etwas erschafft, bleiben oft die schönsten Erinnerungen. Später erinnert sich dein Kind vielleicht gar nicht mehr an die Form der Laterne – aber an das Gefühl, das ihr dabei hattet.
Vorbereitung: So wird euer Basteltag stressfrei
Damit der Bastelspaß nicht im Chaos endet, hilft eine kleine Vorbereitung:
- Tisch mit Zeitung oder Bastelunterlage abdecken
- bequeme Kleidung oder alte T-Shirts tragen
- Kleber, Scheren und Farben bereitlegen
- genug Licht im Raum
- Lieblingsmusik im Hintergrund
- Kakao, Kekse, gute Laune
✨ Kleiner Tipp: Plane Pausen ein. Kinder verlieren schnell die Konzentration – lieber zweimal 30 Minuten basteln als drei Stunden durchziehen.
Sicherheit beim Laternenumzug
Bitte verwende immer LED-Lichter und Laternenhalter mit LED Licht, wie diese süßen Halter.*
Auch wenn echte Teelichter nostalgisch wirken – Papier, Wind und Feuer sind keine gute Kombination. Moderne LED-Teelichter flackern wunderschön und sind absolut sicher.
Teste außerdem vor dem Umzug, ob der Stab stabil ist, der Draht gut hält und die Laterne nicht zu schwer ist. Und falls es regnet: Plastikflasche oder Milchkarton – die halten alles aus.
Pädagogischer Wert: Warum Basteln mehr als nur Basteln ist
Beim Basteln passiert im Kopf deines Kindes viel mehr, als du vielleicht denkst.
Es trainiert motorische Fähigkeiten, lernt, sich zu konzentrieren, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen („Wie kleb ich das jetzt fest, Mama?“).
Gleichzeitig stärkt es das Selbstvertrauen, weil es etwas Eigenes erschaffen darf.
Und wenn du es noch mit der Geschichte von St. Martin verbindest – also über das Teilen und das Lichtsprechen – bekommt das Ganze eine tiefe, liebevolle Bedeutung.
Der große Tag: Der Martinsumzug
Wenn alles fertig ist und ihr abends loszieht, dann mach den Moment bewusst.
Zieh dich warm an, halte dein Kind an der Hand und genieße das Leuchten in seinem Gesicht.
Ihr habt zusammen gebastelt, gelacht, geschnitten, geklebt – und jetzt strahlt euer Werk im Dunkeln.
Das ist nicht nur ein Umzug. Das ist ein kleines Ritual des Loslassens und des Wachsens – Jahr für Jahr.
💚 Fazit: Licht teilen, Erinnerungen schaffen
Am Ende geht’s nicht darum, wer die schönste Laterne hat, sondern um das, was dahintersteckt: Zeit, Nähe, Kreativität und Liebe.
Wenn dein Kind seine selbst gebastelte Laterne stolz trägt und du danebenläufst, wirst du spüren, dass es genau das ist, was zählt.
Recyclingbasteln ist kein Trend – es ist eine kleine Revolution: bewusst, einfach, nachhaltig, echt.
Und vielleicht, ganz vielleicht, schaffst du damit eine Tradition, die euch jedes Jahr aufs Neue verbindet. 🕯️
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